Dienstag, 13. September 2016

Tag des positiven Denkens (13.09.2016)



An diesem Tag sollte man alle Grübeleien und Sorgen in die hinterste Ecke seines Gehirns verbannen! Jaja, ich weiß, leichter gesagt, als getan.

Mir fällt es an diesem Tag selbst etwas schwer, positiv zu bleiben. Ich hatte ein paar Probleme in den letzten Tagen. Ein Job ist mir durch blöde Umstände durch die Lappen gegangen, ich war etwas krank und schließlich wurde mir mein Fahrrad geklaut. Blöd, blöd, nochmal blöd. Umso mehr freue ich mich darüber, diesen Blogartikel schreiben zu können und mir selbst Ratschläge zum positiven Denken zu geben :-D

Mut zum Unglücklichsein

Gleich vorweg: Ich halte überhaupt nichts von dem Trend der glückssüchtigen Gesellschaft, wie es Herr Gauck genannt hat. Ich finde es falsch, negative Gefühle wie Wut und Trauer zu verbannen.

Erstens können wir die guten Tage ohne schlechte Tage nicht richtig wertschätzen.

 Zweitens liegen diese Gefühle in der Natur des Menschen und haben durchaus ihren Zweck. Angst ist zum Beispiel ein gutes Warnsignal. Wut kann uns helfen, für uns einzustehen.  Und was wären wir denn für Menschen, wenn wir beim Verlust eines Verwandten oder Freundes keine Trauer empfinden würden? Auch Pessimismus hilft, nicht mit einem strahlenden Grinsen auf die Fr*sse zu fliegen, sondern die Stolperfalle vorher zu erkennen. 

Drittens ist es nicht gesund, Gefühle zu verdrängen. Wer Gefühle wie Wut und Trauer nicht zulässt, wird auf Dauer krank. Wirklich krank! Geschwüre im Magen entstehen unter anderem durch zu viel Stress, genau wie erhöhter Blutdruck oder Herzerkrankungen. Der Körper und die Psyche sind miteinander verbunden! Außerdem suchen sich die unterdrückten Gefühle immer einen Weg an die Oberfläche. Das kann sich z.B. im Frustessen oder unkontrollierten Wutanfällen äußern. 

Aber es ist doch Tag des POSITIVEN Denkens

Ja, richtig. Trotz des letzten Absatzes bin ich genauso wenig ein Fan von ständigem Grübeln und der herrlichen Frage: Was wäre gewesen, wenn ... Ich sage nur, dass wir nicht versuchen sollten, jeden Tag 100% glücklich zu sein. Stattdessen sollten wir lernen, nach einem schlechten Tag oder einer Niederlage wieder aufzustehen.

So, jetzt aber zum positiven Denken. Ich finde es wichtig, sich in schwierigen Lagen bewusst zu machen, welche Bereich im Leben noch gut laufen. Wenn man gerade seinen Job verloren hat, hilft es vielleicht, dankbar für seine Gesundheit und seine Freundschaften oder seine Beziehung zu sein. Hier ist eine (unvollständige) Liste an großen Lebensbereichen, die ich auch gerne als meine Säulen bezeichne. Schaut doch mal, welche eurer Säulen gerade stehen und welche wackeln.

  • Körper, Gesundheit
  • Familie, der Partner
  • Freunde 
  • Beruf, Schule, Studium (der Sinn, das Streben, der Traum des Lebens)
  • Hobbys (kann ebenfalls das Streben des Lebens sein)
  • Religion, Lebensphilosophie 
Die Säulen sind nicht ganz einheitlich, das ist mir klar. Es geht mir darum, dass wir uns Menschen uns um verschiedene "Säulen" gleichmäßig und regelmäßig kümmern müssen, um glücklich zu sein.

Die Gesundheit finde ich komischerweise am Wichtigsten. Ich denke immer, wenn man z.B. starke Schmerzen hat, dann kann man alles andere nicht richtig genießen. Vermutlich finden Leute, die chronische Krankheiten/Schmerzen haben, einen Weg, damit zu leben, aber für mich ist die Gesundheit trotzdem an oberster Stelle.

Familie, der Partner und Freunde sind wichtig, da wir Menschen soziale Tiere sind. Das braucht glaub ich keine weitere Erklärung.

Ich denke, dass jeder Mensch etwas braucht, wonach er strebt. Der persönliche Ehrgeiz. Diesen kann man im Beruf oder vielleicht auch den Hobbys finden. Früher war diese Säule vielleicht das Beeren sammeln oder jagen, kurz gesagt, das Überleben. Diese Säule ist schwer zu beschreiben, es ist eine Art Ziel oder ein Streben nach etwas.

Schließlich benötigt jeder Mensch meiner Meinung nach Überzeugungen, Werte, einen Glauben. Das muss nicht an Gott sein. Vielleicht weiß man bis zum Ende seines Lebens nicht, woran man glaubt (ich weiß z.B bis heute nicht, ob ich an die Endlichkeit oder Unenendlichkeit von Zeit und Raum glaube), aber es ist wichtig, sich mit solchen Fragen zu beschäftigen. Es ist eine schöne Gehirnarbeit, sich damit auseinanderzusetzen und man lernt sich so selbst besser kennen.

Und was hat das mit dem positivem Denken zu tun?

Jetzt bin ich schon wieder vom eigentlichen Thema abgeschweift. Also mein Punkt ist, dass man sich, wenn eine Säule etwas wackelt, zumindest über die fest stehenden Säulen freuen kann.

Bevor ich erneut abschweife, gibt es jetzt die Liste mit den Tipps, was ihr heute machen könnt, um positiv zu denken:

  • Ganz viel lächeln. Lächelt euer Spiegelbild an und es lächelt zurück. Lächelt andere Menschen an und sie lächeln zurück.
  • Die Steigerung: ganz viel Lachen. Schaut lustige Youtube Videos von Skatebord-fahrenden Katzen, trefft euch mit Freunden und tauscht lustige Erinnerungen aus, lernt einen Witz, ...
  • Bastelt oder kauft euch einen Tageskalender mit aufmunternden, positiven Sprüchen
  • Erlaubt euch, an diesem Tag alle Sorgen zu vergessen (schreibt sie zur Not irgendwo auf, damit sie nicht als Endlosschleife in eurem Kopf rumspuken). Versucht heute nicht, die Lösung für irgendwelche schwerwiegenden Probleme zu finden.
Zum Schluss noch ein paar Links zum Thema:

Weitere Infos zum Tag des positiven Denkens gibt es hier.
Kalender mit positiven Sprüchen gibt es hier und bei Amazon.
Weitere Texte zum Thema: Mut zum Unglücklichsein gibt es hier und hier.

Montag, 12. September 2016

Lies-ein-Buch-Tag (06.09.2016)


Für Leseratten wie mich ist das natürlich ein perfekter Feiertag (der jeden Tag stattfinden sollte!).

In diesem Blogbeitrag werde ich eine Liste meiner Lieblings- und Wohlfühlbücher erstellen und wie immer nützliche Tipps geben, wie ihr den Tag zelebrieren könnt.

Bücher:

Die Rechte an diesem Bild liegen bei Carlsen.

1. Harry Potter, von J.K. Rowling. Ich habe die Bücher bestimmt 30 Mal hoch und runter gelesen, auf Deutsch, Englisch und Französisch. Das ist auch meine erste Challenge an euch: Wenn ihr die Bände gut kennt, lest sie doch mal in einer Fremdsprache. Das ist leichter, als ein fremdes Buch in einer anderen Sprache zu lesen und frischt das Schulfranzösisch (oder -latein, -spanisch, ...) wieder auf.





Das Bild stammt von Wiki.
2.  Elizabeth Gilbert schreibt auf eine frische, unkomplizierte Art, die sich gut lesen lässt. Dieses Buch und der unbekanntere 2. Teil (Das Ja-Wort: Eine Geschichte vom Heiraten, auf Englisch: Commited) haben mich zum Nachdenken gebracht und mir einiges an Wissen vermittelt. Vor allem bei dem Heiratsbuch hatte ich das Gefühl, genau mit der Autorin auf einer Wellenlänge zu schwimmen. Ich finde es schwierig, die zwei Bücher in ein Genre einzuteilen. Für mich sind sie eine Mischung aus Roman, Sachbuch, Psychoratgeber und Biografie.





Die Rechte an diesem Bild liegen bei Amazon.
3. Ella Enchanted von Gail Carson Levine. Dieses Buch ist eigentlich für Mädchen ab 12, aber ich kann es bestimmt noch lesen, wenn ich 70 bin. Es ist eine Adaption des Cinderella-Märchens, und meiner Meinung nach die beste. Ella wurde als Baby mit dem Fluch belegt, zu gehorchen, wenn jemand ihr einen direkten Befehl gibt. Sie hat jedoch einen sehr rebellischen Charakter. Es ist ein sehr süßes Buch mit einer sympathischen Protagonistin, einer wunderbar ausgearbeiteten und liebevollen Märchenwelt und einer nicht-klischeehaften Liebesgeschichte.



Weitere Lieblingsbücher von mir sind:

  • Rubinrot/Saphirblau/Smaragdgrün von Kerstin Gier, sowie die Silber-Reihe. Kerstin Gier schreibt einfach super: Lustig, locker, und frech. Ihre JuBu-Settings in London und die fantastischen Elemente wie Zeitreisen oder eine Traumwelt sorgen für Spannung, die leicht schrägen Familien um die Protagonistin herum für Gemütlichkeit. Auch die Mütter-Mafia-Reihe für Erwachsene ist wirklich lustig und gut gelungen.
  • Die Wilden Hühner von Cornelia Funke, sowie Der Herr der Diebe. Cornelia Funke ist ebenfalls eine tolle deutsche Autorin. Die wilden Hühner ist ein super Buch für Mädchen, die auf Banden, Abenteuer und Streiche spielen (und Hühner!) Lust haben. 
  • Nina Blazon und Ursula Poznanski. Nina Blazon hat mich mit ihrem Buch Feuerrot für das Thema Hexenverbrennung im Mittelalter begeistert. Es ist ein Roman mit Liebesgeschichte, geschichtlichen Hintergrundinfos und einer spannenden Handlung. Ursula Poznanski hat Bücher wie Erebos und die Eleria-Trilogie geschrieben. Ihre Bücher sind Schuld an vielen meiner schlaflosen Nächte, da sie unglaublich spannend sind. Die Eleria-Trilogie fand ich besonders gut, da es eine Dystopie-Reihe mit einer weiblichen Protagonistin, jeder Menge Spannung und einer schönen Liebesgeschichte ist. 
Tipps für den Lies-ein-Buch-Tag (oder jeden anderen):

  • Lest jemandem eine Geschichte vor. Einem kleinen Geschwisterchen, Nichten, Neffen, Großeltern, die nicht mehr gut gucken können, etc. Wenn ihr gut lesen könnt, könnt ihr auch ein Buch als Audiobook aufnehmen und zu Weihnachten verschenken.
  • Lest ein euch bekanntes Buch auf einer anderen Sprache. 'arry Pottér auf Französisch, par exemple. 
  • Schaut, wie schnell ihr eigentlich lest. Der EBook Reader prüft das für euch, ansonsten schaut, wie viele Seiten ihr in einer Stunde schafft. Oder wie viele Wörter pro Minute (wenn ihr 800 WpM schafft, seid ihr richtig gut!!!).
  • Lest einfach drauf los. Ein neues Buch oder ein altes, ganz egal. Worauf ihr Lust habt. 
  • Eine Ergänzung von meiner lieben Freundin Ramona:  "Lies ein Buch mit deinen Freunden! Träumt zusammen weiter, erstellt in euren Fantasien zusammen die Fortsetzungen und liebt diese Bücher so sehr, dass ihr Phrasen um Phrasen auswendig mitsprechen könnt"

Donnerstag, 1. September 2016

Tag der Briefeschreibens (01.09.2016)

Das Bild des Heulers aus Harry Potter stammt von Pottermore.
Der Tag des Briefeschreibens. Ein schöner, nostalgischer Tag. Ich musste übrigens gleich an die Heuler bei Harry Potter denken, ein nicht so schönes Beispiel für einen Brief (wobei, eigentlich sind sie schon recht lustig, wenn man nicht Ronald Weasley heißt). Aber genug von meinem Harry-Potter Fanatismus und zurück zum heutigen Tag.

Damals, als ich noch klein war (ganz schön gruselig, das mit meinen 25 schon sagen zu müssen), gab es noch echte Briefe. Wir hatten zwar einen alten, (riesigen) Rechner, aber noch kein Internet. Es gab sicher schon Internet und E-Mails, aber das war erst im Kommen.

Heutzutage sind die einzigen Briefe, die ich noch erhalte, Rechnungen. Na super! Nein, es stimmt nicht ganz. Meine Mutter schickt mir ab und zu noch einen altmodischen Brief (meist zusammen mit einem Päckchen, weil ich irgendetwas in meinem alten Zimmer vergessen habe und gaaanz dringend brauche). Sie benutzt immer Briefpapier und -umschläge mit lustigen Katzen oder Hexen drauf, und meist auch sehr hübsche Briefmarken. Sie sind meist so schön, dass ich sie gar nicht wegwerfen mag.

Briefe schreiben ist eine fast ausgestorbene Tätigkeit und ich kann gut verstehen, dass es einfach so viel praktischer und schneller ist (nicht zu vergessen, umweltschonender), eine WhatsApp oder E-Mail zu schreiben (wobei E-Mails auch so langsam veraltet sind, oder?). Es geht mir selbst ja genauso.

Aber ich denke, heute geht es nicht einfach nur ums Briefe schreiben. Der Brief auf Papier steht symbolisch für ein Innehalten in unserem digitalen Wahnsinn. In der heutigen Welt heißt es oft nur, günstiger, höher, schneller!!! und mehr, mehr, mehr. Allein die ganzen Kürzel wie MfG, ASAP (as soon as possible!!!), lol, rofl, ttyl (talk to you later), etc. beweisen dies. Ich könnte vermutlich einen ganzen Artikel über die zukünftige Entwicklung unserer Sprache schreiben (so nach dem Motto, in 100 Jahren wird man nur noch in Kürzeln und einzelnen Buchstaben sprechen, damit es schneller geht), aber ich will jetzt nicht zu weit vom Thema abschweifen.

Der Brief ist im Vergleich zur E-Mail immer noch viel persönlicher. Wird man in 50 Jahren, wenn alles Geschriebene digital abläuft, noch die Handschrift seiner Eltern oder Freunde kennen? Ich muss gestehen, ich bezweifle es. Die Handschrift meiner Mutter kenne ich aus ihren Briefen sehr gut, sie ist mir vertraut. Briefe sind so wundervoll, weil sie individuell sind. Jeder Tintenfleck, alle durchgestrichenen und verbesserten Wort, die Handschrift, all das gibt dem Brief Charakter.

So, jetzt mache ich einen kleinen Abstecher zur Geschichte des Briefes. Der Name geht auf das Lateinische Brevis, also kurz, zurück. Der ursprüngliche Brief war also eine kurze Nachricht. Bereits die Babyloner kannten Briefe in Form von Nachrichten, die sie in Tontafeln ritzten. Die Ägypter hatten mit dem Papyrus bereits eine wesentlich leichtere Methode gewählt, wofür ihre Postboten sicher dankbar waren. Die Griechen und Römer benutzen Holztafeln, die mit Wachs beschichtet waren.

Heute geben Briefe den Historikern wichtige Einblicke in das Leben vergangener Kulturen (auch noch so ein Punkt. Werden die Menschen der Zukunft E-Mail in virtuellen Museen ausstellen?)

Heutzutage werden Briefe in Umschläge gesteckt und mit Spucke zusammengeklebt, früher geschah das mit Siegeln aus Wachs. Der Siegelstempel trug dabei das Wappen der Familie. War es gebrochen, wusste man, dass der Brief bereits einmal geöffnet und gelesen worden war. Das Briefgeheimnis ist übrigens 1690 das erste Mal im Gespräch gewesen. 1742 wurde sogar das Gesetz erlassen, dass Postbeamte, die sich nicht daran hielten, zum Tode verurteilt werden sollten. In Zeiten des Nationalsozialismus wurde das Briefgeheimnis dann mit der restlichen Demokratie über Bord geworfen.

Es gibt so viel über den Brief zu erzählen, dass man damit ein ganzes Buch füllen könnte. Was hat es mit den Briefmarken auf sich? Warum sind manche so wertvoll? Warum waren Postboten früher Beamte? Wie weit fuhren die Postkutschen damals? ...
Das würde den Blogbeitrag jedoch sprengen. Deswegen nur meine Tipps für den heutigen Tag:

  • Schreibt einen Brief an die Eltern, Großeltern, Freunde oder Verwandte. 
  • Geht in ein Museum rund um den Brief. In Frankfurt soll es eins geben. Ansonsten stellen viele Museen unter anderem Briefe aus.
  • Recherchiert, was euch an Briefen interessiert.
  • Denkt darüber nach, wie euch das digitale Zeitalter möglicherweise einschränkt und was ihr dagegen tun könnt (beispielsweise das Handy einen Tag/eine Woche lang ausschalten, um nicht 24/7  erreichbar zu sein oder den Fernseher/Computer/Tablet... ausschalten und stattdessen ein Buch (kein E-Book) lesen).
  • Geht in die freie Natur (ohne dabei Pokemon-Go auf dem Handy zu spielen, bitte!)
  • Macht irgendetwas anderes Nostalgisches oder Altmodisches


Freitag, 26. August 2016

Einfach-so-Tag (27.08.2016)


Ws für ein großartiger Tag! In den USA bekannt als Just-Because Day, ist dieser Feiertag DIE Entschuldigung, einfach zu machen, worauf man gerade Lust hat. Warum? Einfach so (Diese Antwort könnt ihr verwenden, bis alle sich genervt abwenden ;) ). Ihr könnt euch schon mal überlegen, was ihr schon immer mal machen wolltet, ohne dass es dafür einen vernünftigen Grund gibt. Nutzt den Tag, eure To-Do Listen zu zerreißen und eure Ohren auf Durchzug zu stellen, sobald ein "Du musst ..." kommt. An diesem Tag solltet ihr nichts tun, bloß weil die Gesellschaft es von euch erwartet oder ihr denkt, dass ihr es müsst.

Die Ursprünge und geschichtlichen Informationen zu diesem lustigen Feiertag sind mau. Angeblich gab es einen Mann in Kalifornien, der in den 50er Jahren seiner Frau einfach so ein Radio gekauft hat. Seitdem feierte die Familie den Einfach-so-Tag. Seit 2005 ist der Feiertag in den USA bekannt, aber wer ihn initiiert hat, ist unbekannt (falls jemand jemanden kennt, der jemanden kennt, der mehr darüber weiß, bitte melden!).

So, ohne mich jetzt weiterhin lange mit der Etymologie der Worte 'Einfach' und 'so' aufzuhalten (nur ganz kurz: ein ist ja klar, kommt von dem Zahlwort 'Eins', 'fach' hatte früher anscheinend die Bedeutung 'Falte' und 'so' hat neun verschiedene Bedeutungen und war im Mittelhochdeutschen ein Adverb mit der Bedeutung:  in dieser Weise und wurde mit einem Strich über dem Vokal geschrieben), gibt es hier ein paar Anregungen, was ihr an diesem Tag einfach so machen könnt:

  • Schau es dir bei den Kindern ab und mach es wie sie: das heißt, rückwärts laufen, über einenen Bordstein balancieren, in eine Pfütze hüpfen und sich darüber freuen.
  • Lustige Dinge tun: Schau bewusst auf deine Uhr und frag dann einen Passanten, wie spät es ist. 
  • Kauf etwas komplett Unnützes (ohne zu viel Geld auszugeben, ist ja klar).
  • Schau, wie lange du die Luft anhalten kannst.
  • Mach einen Fratzen-Schneiden Wettbewerb mit dir selbst. Welche Fratze passt am besten zu deiner Einfach-so Stimmung?

Donnerstag, 25. August 2016

Versöhne-dich-und-küsse-denjenigen-Tag (25.08.2016)

Kein guter Tag um die Klingen zu schwingen - obwohl, wann ist schon ein guter Tag dafür?

Streite gehören zu jeder Beziehung, Freundschaft und Familie. Aber es zeugt von wahrer Charakterstärke, sich einfach mal gegenseitig vergeben zu können, ohne wenn und aber. Menschen, die das können, sollen sogar gesünder sein, als nachtragende.

Manche behaupten, das Wort Versöhnung habe tatsächlich etwas mit dem Wort 'Sohn' zu tun. Sohn kommt von dem indogermanischen Wort 'seu' und bedeutet 'fortpflanzen'. Die Versöhnung sei dementsprechend die Fortpflanzung auf geistiger Ebene. Es macht schon Sinn, die Versöhnung als geistige Entwicklung zu sehen, durch die man sich verbessert. Ich denke trotzdem, dass Versöhnung einen anderen Wortursprung hat. Das mittelhochdeutschen Wort 'versuenen' hängt eng mit unserem 'versöhnen' zusammen, was uns zu dem Wort Sühne bringt. Die Sühne ist der Akt, mit dem jemand, der sich schuldig gemacht hat, diese Schuld begleicht. Sühne kommt häufig in der christlichen Religion vor, Christus Opfer am Kreuz gilt als größter Akt der Sühne, da er damit die Schuld aller Menschen tilgte.

Bei den Hawaiianern gibt es eine uralte Sühnen-Tradition, mit der der Geist vom Fehlverhalten gereinigt wird. Es ist eine vielstufige Gebets- und Atemübung, bei der auch der vorherige Streit angesprochen wird. Eine andere hawaiianische Art ist es, eine Kette aus der Frucht des Hala-Baumes über die Schultern zu legen. Hala hat die Mehrfachbedeutung 'Fehler', 'Vergehen', 'verschwinden' und 'vergehen'. Diese Bräuche werden im Zeitalter des Yogas, der Meditation und der Besinnung auf das Spirituelle wieder aufgegriffen und es gibt sogar Kurse in dem sogenannten  Hoʻoponopono.

Nach diesem Einblick in die Wortherkunft und Versöhnungsbräuche aus anderen Kulturen, kommen wir zu den Tipps für den heutigen Tag:

  • Mit wem habt ihr schon seit Langem Krach? Macht eine Liste und ruft bei den Leuten an, um euch auszusprechen.
  • Verzichtet generell auf Worte wie 'immer' oder 'nie'. 'Nie bringst du den Müll raus', 'Immer musst du mich unterbrechen'. Das bringt den Streit auf eine unsachliche Ebene und lässt ihn eskalieren. Beschreibt stattdessen, warum euch was genau stört. 'Es verletzt mich, wenn du mich unterbrichst, weil ich dann das Gefühl habe, dass das, was ich sage, dir nicht wichtig ist.' 'Ich würde mir wünschen, dass du deine Pflichten, wie den Müll runterzubringen, ernster nimmst, weil es zum Zusammenleben dazu gehört, dass jeder ein Teil der Arbeit übernimmt'.
  • Akzeptiert, dass eure Freunde und Partner in manchen Dingen eine andere Meinung haben. Das gehört zu ihren individuellen Persönlichkeiten, die ihr liebt und wertschätzt.
  • Ganz besonders Heute: Es ist nicht nur der Tag des Versöhnens, sondern auch des  '-und-küsse-denjenigen'. Also beendet die Vershnung mit einem Schmatzer auf die Wange oder im Fall eures Partners, einem leidenschaftlichen Kuss auf den Mund. :-*

 

Montag, 22. August 2016

Sei ein Engel Tag (22.08.2016)

Quelle: Wikipedia, Link zur Originaldatei: Hier

  
Sei ein Engel Tag - Dieser Feiertag wurde 1993 ins Leben gerufen. Es geht darum, anderen Menschen zu helfen. Am Ende des Artikels findet ihr eine liste mit Anregungen, wie ihr das tun könnt. Zunächst aber wie immer etwas Wissen zu den Engeln.

Engel kommt von dem lateinischen 'Angelus' und bedeutet soviel wie Bote oder Abgesandter. Engelähnliche Wesen gab es bereits in Persien und bei den alten Ägyptern. Engel wie wir sie kennen, tauchen dann im Judentum auf. Bereits im alten Testament erscheinen sie Menschen, um Gottes Anweisungen zu übermitteln. Im Christentum spielen die Engel dann eine große Rolle bei Jesus Geburt. Maria wird von einem Engel prophezeit, dass sie Gottes Sohn gebähren wird und Engel geleiten die Hirten in der heiligen Nacht zum Stall.

Dann gibt es da natürlich auch noch die gefallenen Engel: Lucifer selbst gilt als einer von ihnen. Sein Name 'Lichtbringer' ist eigentlich ein sehr schöner, aber heutzutage wird der Name Lucifer mit dem Teufel gleichgesetzt. Interessanterweise gab es bei den Griechen einen ganz ähnlichen Gott: Prometheus. Auch er galt als Gefallener, Verbannter, da er von Zeus das Feuer stahl (so ähnlich wie der 'Lichtbringer') und dem Menschen gab. Prometheus hat zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedliche Interpretationen erhalten. Erst galt er als Dieb, dann als Rebell und schließlich sogar als Freund, Schöpfer und Kulturstifter der Menschen.

Aber bevor ich noch weiter abschweife, zurück zu den Engeln: Es gibt drei Hierarchien von ihnen. Die obersten, zu denen die Seraphim und Cherubim zählen, sind Gott am nächsten, während die untersten, zu denen die Erzengel zählen, auch mit Menschen Kontakt haben können. Die Seraphim haben übrigens nicht nur zwei, sondern gleich sechs Flügel! Muss schon was haben, zur obersten Hierarchie der Engel zu gehören ...

Die Frage nach dem Geschlecht der Engel ist übrigens umstritten. Manche sagen, sie sind geschlechtslos, aber ihre Namen (Gabriel, Michael, ...) sind zumindest männlich. Viele Engel werden als Kinder mit blonden Locken dargestellt, bei denen man das Geschlecht ohnehin nicht erkennen kann (wobei ich immer fand, sie sahen mit ihren weichen Zügen und Locken eher weiblich aus).

So, und jetzt, wie versprochen, ein paar Anregungen, wie ihr heute ein Engel sein könnt:

  • der Klassiker: Helft einer alten Dame oder einem Herr über die Straße (aber vorher fragen!).
  • Schreibt einem Freund oder Verwandten einen Brief. Nein, keine WhatsApp oder Facebook Nachricht. Sondern einen echten Brief.
  • Tut etwas im Haushalt, das ihr sonst nicht tut.
  • Macht jemandem ein Kompliment.
  • Backt oder kocht für euren Liebsten oder die Kollegen.
  • Sortiert eure alten Kleider/Bücher aus und spendet sie. Ihr könnt beim DRK anrufen, Bücher in einen öffentlichen Bücherschrank stellen und wohltätige Secondhandgeschäfte dafür aufsuchen.
  •  Schenkt den Leuten auf der Straße ein Lächeln.

Freitag, 19. August 2016

Dystopien






Ich bin ein Fan von Dystopien, aber ich finde es inzwischen richtig schwierig, gute Dystopien zu finden. Für alle von euch, denen das auch so geht, habe ich hier ein paar weniger bekannte Dystopien zusammengetragen, die ich euch kurz vorstellen möchte:

1. Die Eleria Trilogie von Ursula Poznanski

Die dystopische Welt ist in zwei Gesellschaften aufgeteilt: Diejenigen, die wohlbehütet unter den Kuppeln leben und die "Prims", die Primitiven, die sich als Clans zusammengefunden haben und vom Jagen leben. Ria und ihre Freunde gehören zu den Elite-Studenten der Kuppeln, aber auf einmal sollen sie getötet werden und können nur knapp entkommen. Sie werden von den Prims gefangen genommen und erfahren nach und nach die Wahrheit über ihre Welt. Ursula Poznanski ist eine wirklich gute Autorin. Ihre Bücher sind alle superspannend (wer die Trilogie fertig gelesen hat, kann mal zu Erebos greifen). Diese Trilogie hat die perfekte Mischung aus Spannung, einer gut ausgearbeiteten dystopischen Welt, einem (nicht klischeehaften) Liebesdreieck und vielschichtigen Charakteren. Einzig allein Band 3 fällt meiner Meinung nach etwas ab, da ich die Wendungen dort größtenteils vorhersehen konnte und die Charaktere teilweise etwas unlogisch gehandelt haben.

2. Die Poison Princess Reihe von Kresley Cole

Ich habe bisher erst den ersten Band gelesen, kann also keine Einschätzung für die gesamte Reihe vornehmen. Poison Princess ist keine klassische Dystopie, sondern eine Mischung aus Dystopie und Fantasy. Die Protagonistin Evie hat düstere Träume, die sie so beängstigten, dass sie sogar von ihrer Mom in die Psychiatrie eingewiesen wird. Dann erweisen sich die Träume jedoch als prophetisch, als die Welt durch einen "Blitz" in eine apokalyptische Zukunft gestürzt wird, in der es keine Pflanzen und fast kein Wasser mehr gibt (dafür aber wasserdurstende Zombies). Das Buch fokussiert sich in der ersten Hälfte sehr auf Evies Teenager Leben vor dem Blitz, meiner Meinung nach ist dieser Teil etwas zu lang geraten. Es gibt auch eine spannende Rahmenhandlung, die sich am Ende verblüffend gut aufklärt. Eine Liebesgeschichte ist natürlich auch vorhanden. Es gibt einen Bad Boy, der neu auf ihrer Schule ist. Zwischen ihm und Evie fliegen die Fetzen, aber nach dem Blitz beschützt und kümmert er sich um sie. Die Hassliebe zwischen den beiden hat mir gut gefallen, auch wenn sie manchmal etwas forciert wirkte. So, den Rest zähle ich besser als Themen auf, da die Rezension sonst zu lang werden würde: Pflanzen (Evie hat Macht über sie), Erschaffen und Zerstören, Zombies, Tarotkarten, ein Spiel, das an die Tribute von Panem erinnert,  die reichen, amerikanischen Teenager und (Alp)träume.

3. In Time - Deine Zeit läuft ab.

In Time ist ein Film, kein Buch. Justin Timberlake spielt mit und Andrew Niccol hat Regie geführt. Die Menschen in dieser dystopischen Welt haben eine Art Uhr in ihren Arm eingebaut. Wenn diese abgelaufen ist, sterben sie. Dafür können sie aber auch ewig lang 25 Jahre alt bleiben (bzw. so aussehen), wenn sie immer genug Zeit auf der Uhr haben. Zeit ist das neue Zahlungsmittel für alles. Kaffee kostet zum Beispiel 5 Minuten, eine Busfahrt eine halbe Stunde. Will (Justin Timberlake) lebt im Ghettho, wo für Zeit gemordert wird und man um jede Minute kämpft. Seine Mutter stirbt zum Beispiel, weil sie die Busfahrt nicht bezahlen kann und eine Sekunde zu spät in Wills Arme fällt (sehr dramatisch *gähn*). Will bekommt von einem Mann, der nicht mehr leben will, über 100 Jahre geschenkt und geht nach dem Tod seiner Mutter in den Hauptsektor der Stadt, um das System zu stürzen. Dort gewinnt er beim Poker viele weitere Stunden und lernt den Mann kennen, der eine Million Jahre verwaltet. Seine Tochter Sylvia (Amanda Seyfried) und er nehmen ein romantisches Mondscheinbad, aber dann kommt die Polizei, um Will zu verhaften. Sie denken, er habe dem Mann die 100 Jahre gestohlen, weil kein Mensch freiwillig seine Unsterblichkeit aufgeben würde ... Will nimmt Sylvia als Geisel und flieht zurück ins Ghetto. Mit der Zeit erkennt Sylvia, warum Will tut, was er tut, und unterstützt ihn bei seinem Plan, das System zu stürzen ...

Der Film hat mit der Lebenszeit als Währung eine wirklich interessante Grundidee. Es gibt auch schöne, vorrausdeutende Szenen, die sich am Ende zu einem Kreis schließen (wenn ihr den Film schaut, werdet ihr merken, was ich meine). Ich hätte es schöner gefunden, wenn der philosophische Aspekt etwas mehr Bedeutung bekommen hätte. Es war alles sehr auf Action programmiert, was für mich die Geschichte etwas zerstört hat. Ich hätte ein anderes Ende erwartet, finde es aber gut gelöst. Es ist ein halb offenes Ende mit einer großen Portion Hoffnung. Alles in allem ein gut gelungener Film mit einer faszinierenden Grundidee.

4. Maze Runner von James Dashner

Ich wollte in diesem Beitrag nur etwas unbekanntere Bücher/Filme vorstellen, mache bei diesem Buch aber eine Ausnahme, weil ich nicht verstehen kann, warum Maze Runner ein verfilmter Bestseller ist. Ich habe das erste Buch auf Englisch gelesen und die Dialoge waren absolut unglaubwürdig und in die Länge gezogen. Anfangs hat mich der Dialekt der Jungen im Labyrinth auch sehr gestört, das wurde etwas besser. Ich muss zugeben, ich war neugierig auf die Auflösung (wobei man in Band 1 nicht wirklich viele Antworten erhält), deswegen habe ich es zu Ende gelesen. Aber ich bin nicht neugierig genug, um mir Band 2 und 3 anzutun. Ich fand das Buch einfach nur schlecht geschrieben. Das Einzige, was ich Maze Runner zugute halten kann, ist die Spannung und die Tatsache, dass ich vielleicht einfach nicht die Zielgruppe bin. Jungen im Alter von 12-16 Jahren finden den Schreibstil vielleicht ganz toll, aber meins war es nicht (und ich lese auch viele Bücher mit männlichen Protagonisten, ich sage nur Harry Potter ...).

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